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ImmoAktuell August 2018

Das kostbare Nass

Gartenstühle auf Terrasse

 

Regenwasser nutzen statt Abwassergebühren zahlen

 

Steigende Preise für Trinkwasser und Abwasser haben - verbunden mit einer erhöhten Wertschätzung für sauberes Wasser - in den letzten Jahren zu deutlich stärkerem Interesse an Regenwassernutzungsanlagen oder eigenen Brunnen geführt. Wann lohnt es sich, eine bestehende Wasserversorgung durch eine Regenwasseranlage zu ergänzen?

 

Wasser ist nicht nur ein kostbares, sondern, vor allem in Deutschland mit ein bis zwei Euro pro Kubikmeter zuzüglich Abwassergebühren, auch ein teures Gut. Der durchschnittliche Wasserverbrauch liegt im Schnitt bei 123 Litern pro Kopf täglich. Meist wird ausschließlich Trinkwasser benutzt, was durchaus nicht immer notwendig ist: Ein bewusster, nachhaltiger Umgang mit Niederschlagswasser schont Umwelt und Geldbeutel.

 

Die einfachste und sinnvollste Nutzung von Regenwasser ist die Gartenbewässerung. Als Faustregel gilt, dass in den 20 Sommerwochen pro Jahr bis zu 20 Liter pro Quadratmeter verbraucht werden. Wer mit Leitungswasser gießt, muss zusätzlich zum gezapften Trinkwasser eine Abwassergebühr zahlen, obwohl kein Abwasser entsteht, da das Gießwasser im Boden versickert.

 

Gebühren erheben die Kommunen auch für die Einleitung von Regenwasser, das über bebaute oder versiegelte Flächen nicht ins Erdreich fließen kann und in die öffentliche Kanalisation gelangt. Etwa 150 bis 200 Euro pro Jahr muss man für ein durchschnittliches Einfamilienhaus rechnen. Vermeiden lassen sich die Gebühren, wenn das Niederschlagswasser auf dem Grundstück verbleibt.

 

Eine Regenwassernutzungsanlage mit unterirdischen Zisternen ist vor allem dort angebracht, wo es häufig regnet, aber auch trockene Perioden vorkommen", meint Dietmar Sperfeld von der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung in Darmstadt. Anders als in einer normalen Regentonne kann in unterirdischen Zisternen das Niederschlagswasser das ganze Jahr über gesammelt werden. Normalerweise lassen sich trockene Phasen 18 bis 25 Tage lang überbrücken.

 

"Mit dem gesammelten Wasser kann nicht nur der Garten gewässert, sondern auch die Toilettenspülung und die Waschmaschine betrieben werden", erklärt Michael Henze, Umweltreferent des Bundesverbands Garten- und Landschaftsbau (BGL). Was sinnvoll ist: 35 Liter sauberes Trinkwasser rauschen pro Tag und Kopf durch die Toilette.

 

Nicht nur die Pflanzen freuen sich über weiches Regenwasser, sondern auch Wäsche und Waschmaschine. Und die Umwelt profitiert durch weniger Waschpulver- und Weichspülerverbrauch. Wer das Regenwasser aus der (zuschussfähigen) Zisterne auch im Haus nutzen will, braucht allerdings ein zweites Leitungssystem, damit Brauch- und Trinkwasser sich nicht vermischen. Zu empfehlen ist die aufwändige Installation eines zusätzlichen Leitungssystems vor allem im Zuge von Renovierungen oder beim Neubau.

 

 

Lohnt sich die Anschaffung?

 

Ob es sich lohnt, eine bestehende Wasserversorgung durch eine Regenwasseranlage zu ergänzen, hängt davon ab, wie hoch die kommunalen (Ab-)Wassergebühren sind.

 

Ein Vier-Personen-Haushalt kann jährlich etwa 40 Kubikmeter, also 40.000 Liter, Trinkwasser durch Regenwasser ersetzen, 60 Kubikmeter sind es, wenn auch Wäsche gewaschen wird. Wenn die Abwassergebühren zusätzlich wegfallen, bedeutet das eine jährliche Ersparnis von 240 bis 300 Euro.

 

Gegengerechnet werden müssen die recht hohen Investitionskosten: Die Kosten für Speicher, Rohrleitungen, Filter und Pumpen betragen je nach Speichervolumen zwischen 2.000 und 5.000 Euro, dazu kommen die Kosten für die Montage und etwa 100 Euro Wartungskosten pro Jahr.

 

Eine kostengünstigere Alternative zum Regenwasser sammeln in der Zisterne ist der Zugriff auf Grundwasser durch einen eigenen Brunnen. Doch einfach drauflos buddeln geht nicht, ein solches Unterfangen muss bei der unteren Wasserbehörde der Gemeinde angezeigt werden, die zudem Auskunft darüber geben kann, in welcher Tiefe man fündig wird. Die konkreten Kosten für Ramm- oder Bohrbrunnen hängen von der Grundwassertiefe und der Bodenbeschaffenheit ab.

 

Ein zusätzlicher Pluspunkt für den Brunnenbesitzer ist, dass er (insofern der Grundwasserstand konstant bleibt), unabhängig von der Niederschlagsmenge ganzjährig Wasser zur Verfügung hat von zudem besserer Qualität. Der Brunnen braucht weniger Platz als die Zisterne und lässt sich auch nachträglich leicht installieren.

Quellen: umweltbundesamt.de, bauen.de, grundfos.com, my-hammer.de, t-online.de, n-tv.de/ratgeber

Tomaten-Garnelen-Pasta

Tomaten-Garnelen-Pasta

Zutaten für 2 Portionen:

 

1 Knoblauchzehe

1 rote Chilischote

400 g Tomaten

2 Stiele Basilikum

4 El Olivenöl

Salz

Pfeffer

1 Prise Zucker

200 g Nudeln, z.B. Spaghettini

180 g TK-Garnelen, aufgetaut, küchenfertig; ca. 10 Stück

1 El Olivenöl

 

 

 

Diese leckere Pasta ist schnell und einfach zuzubereiten. Und so geht’s:

 

Reichlich Wasser für die Nudeln aufsetzen. 1 Knoblauchzehe und 1⁄2 bis 1 rote Chilischote fein hacken. Von 400 g Tomaten den Stielansatz entfernen. Tomaten 1 cm groß würfeln.

 

Blätter von 2 Stielen Basilikum grob zupfen. Tomaten in einer großen Schüssel mit Knoblauch, Chili, der Hälfte des Basilikums und 4 El Olivenöl mischen. Mit Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker würzen.

 

Kochendes Nudelwasser salzen, 200 g Pasta darin nach Packungsanweisung garen. 180 g aufgetaute, küchenfertige TK-Garnelen (ca. 10 Stück) mit Küchenpapier trocken tupfen. 1 El Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Garnelen darin auf jeder Seite bei mittlerer bis starker Hitze 1 bis 2 Min. braten und salzen.

 

Nudeln abgießen, sofort mit den Garnelen unter die Tomatenmischung mischen. Evtl. mit Salz und Pfeffer nachwürzen, mit dem restlichen Basilikum bestreut servieren. Guten Appetit!

Salat hat immer Saison! Herbstsorten bis Ende August pflanzen

Frischgeerntete Salate, die vom Beet gleich in die Küche wandern, sind ein Genuss. Wer geschickt plant, ist beinahe ganzjährig versorgt, denn es gibt für jede Jahreszeit die passenden Sorten.

 

Herb-aromatische Endivien oder Friséesalate gehören zu den Klassikern im Herbst. Christel Rupp („Mein schöner Garten“) rät, bei der Sortenwahl auf die Angaben zum Anbauzeitraum auf der Rückseite der Samenpäckchen zu achten. Zu empfehlen für den Anbau bis zum Herbst sind auch neuere Züchtungen wie ‘Estelle’. Besonders praktisch: Sie sind resistent gegen Läuse und typische Salatkrankheiten.

 

Auch der klassische Kopfsalat eignet sich, für eine laufende Ernte muss der Anbau allerdings in Staffeln erfolgen, da der erntereife Kopfsalat innerhalb einer Woche geschnitten werden muss. Am besten säen Sie einfach den nächsten Satz aus, sobald die Salate der aktuellen Saat erste Blätter bilden.

 

Tipp: Wer es etwas pikanter mag, mischt Samen von Rucola, Kresse, Dill oder Senf unter die Salatsamen und erntet die Salatgewürze später gleich mit.

Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) ist für viele noch ein Buch mit sieben Siegeln. Seit dem 25. Mai 2018 ist die neue Verordnung auch im Mietverhältnis verbindlich. Ein Minenfeld für Wohnungsunternehmen ebenso wie für private Vermieter ist die Mieterselbstauskunft. Zu laxe Handhabung kann hohe Kosten nach sich ziehen, denn die Bußgelder für Verstöße wurden drastisch erhöht.

Die Selbstauskunft eines Mietinteressenten erlaubt es Vermietern, die Bonität und damit die Zuverlässigkeit des zukünftigen Mieters zu überprüfen. Dies ist sinnvoll und nach wie vor legitim. Doch eine zu große Neugierde kann besonders gewerbliche Vermieter teuer zu stehen kommen. Bei Verstößen sind laut EU-Verordnung Zwangsgelder bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu vier Prozent des Gesamtumsatzes - bei Tochterunternehmen zählt der des Mutterkonzerns  - fällig. Allerdings sieht eine Empfehlung vor, dass unabsichtliche Fehler oder Erstverstöße nachsichtig geahndet werden sollen.

 

Dies gilt auch für private Vermieter, die gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen verstoßen.

 

„Hier dürfte zumindest zunächst eine Ermahnung ausreichend sein“, meint Alexander Filip, Referatsleiter beim Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht. Stellt der private Vermieter jedoch auch weiterhin unzulässige Fragen in der Selbstauskunft, droht ihm eine eher bescheidene Geldbuße zwischen 50 und 100 Euro, schätzt der Datenschützer.

 

„Haben Sie einen Migrationshintergrund?“

 

Doch was sind unzulässige Fragen? Grob gesagt fallen hierunter alle abgefragten Informationen, die nicht in direktem Zusammenhang mit dem Mietverhältnis stehen und die Privatsphäre des Mietinteressenten betreffen. Dies sind Fragen nach dem Familienstand, zu weltanschaulichen oder religiösen Ansichten des Bewerbers, zu seinem Gesundheitszustand oder der sexuellen Orientierung. Des Weiteren zählen hierzu Fragen nach der ethnischen Zugehörigkeit des Mietinteressenten ebenso wie Fragen zu Partei- oder Vereinsmitgliedschaften oder gar zu Vorstrafen und laufenden strafrechtlichen Ermittlungen.

 

Solange sich der künftige Mieter an den Mietvertrag hält, spielt es auch keine Rolle, ob er Raucher ist oder ein Musikinstrument spielt. Antwortet der Mietinteressent dennoch auf diese Fragen, damit er bessere Chancen auf die Wohnung hat, muss er sich nicht an die Wahrheit halten.

 

So darf ein Punkrocker sich als Freund der Volksmusik empfehlen, er muss dem Vermieter auch nicht offenbaren, dass er hobbyhalber weiße Mäuse züchtet. Denn zumindest Kleintiere darf er auch ohne Bewilligung des Vermieters halten.

 

Antworten darf der Vermieter verlangen auf Fragen nach den Einkommensverhältnissen des Mietinteressenten. Auch pauschale Fragen nach dem Beruf und dem derzeitigen Arbeitgeber sind erlaubt, nicht jedoch nach der Dauer des Beschäftigungsverhältnisses. Lügt ein Mietinteressent bei den für das Mietverhältnis relevanten Fragen, zum Beispiel was seine finanzielle Situation angeht, darf der Vermieter fristlos kündigen. Nach einem Urteil des Landgerichts München gilt dies sogar dann, wenn der Mieter die Miete pünktlich zahlt (AZ 14 S 18532/08).

 

Was darf der Vermieter wann fragen?

 

Auch das Timing ist wichtig: Vor und während des Besichtigungstermins müssen allgemeine Daten wie Name, Vorname und Anschrift des Interessenten reichen. Der Vermieter darf außerdem fragen, ob dieser beabsichtigt, Haustiere zu halten.

 

Verkündet ein Mietinteressent nach der Besichtigung, dass er die Wohnung mieten möchte, darf der Vermieter nach der Anzahl der Personen, die einziehen wollen, fragen sowie nach Beruf, Arbeitgeber und Einkommensverhältnissen. Auch die Fragen nach einem etwaigen Verbraucherinsolvenzverfahren gegen den Mieter oder einem Räumungstitel wegen Mietrückständen sind jetzt erlaubt.

 

Vor Vertragsunterzeichnung darf der Vermieter dann Nachweise zu den Einkommensverhältnissen verlangen. Um später etwaige Guthaben aus Betriebskostenabrechnungen auszuzahlen, benötigt der Vermieter dann natürlich auch die Bank- oder Kontodaten.

 

Quellen: www.datenschutz.org, www.haufe.de, ratgeber.immowelt.de