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Sanierungsgebiete in Magdeburg

Sanierungsgebiete Buckau und Sudenburg

Der Modernisierungsvertrag

Wenn Sie als Eigentümer einer Immobilie die in einem Sanierungsgebiet gelegen ist beabsichtigen Steuerbegünstigungen für Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen, müssen Sie vor Beginn der Arbeiten mit der Landeshauptstadt Magdeburg einen Modernisierungsvertrag abschließen.

 

In diesem Vertrag verpflichtet sich der Eigentümer zur Durchführung von Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen im Sinne von § 177 BauGB bzw. von Maßnahmen, die der Erhaltung, Erneuerung und funktionsgerechten Verwendung eines Gebäudes dienen, das wegen seiner geschichtlichen, künstlerischen oder städtebaulichen Bedeutung erhalten bleiben soll.

 

Nach Abschluss der Modernisierungsmaßnahme weist der Eigentümer gegenüber der Stadt die tatsächlich entstandenen Kosten nach. Auf Antrag stellt die Stadt nach Durchführung der Gesamtsanierung eine Bescheinigung nach § 7h, 10f bzw. 11a des Einkommensteuergesetzes aus. Das Finanzamt entscheidet auf der Grundlage des Bescheides über die Höhe der nach § 7h, 10f bzw. 11a des Einkommensteuergesetzes anrechenbaren Kosten.

 

 

 

Zu den Regelungen des Einkommensteuergesetzes und der Bescheinigungsrichtlinie berät Sie Ihr Steuerberater.

 

Die damit verbundene steuerliche Begünstigung soll den Eigentümern einen finanziellen Anreiz für Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen bieten, um die Attraktivität des Gebietes zu wahren und zu erhöhen.

 

Sanierungsrechtliche Genehmigung im Sanierungsgebiet

Mit Rechtskraft der veröffentlichten Sanierungssatzung gilt für im Sanierungsgebiet gelegene Vorhaben eine zusätzliche Genehmigungspflicht, die im Baugesetzbuches geregelt ist.

 

Bei der Sanierungssatzung für das Sanierungsgebiet "Sudenburg Nord" ist die Genehmigungspflicht von Vorhaben und Rechtsvorgängen nach dem Baugesetzbuch ausgeschlossen.

 

Keiner Genehmigung benötigen damit:

 

  • Grundstücksverkäufe sowie die Bestellung und Veräußerung von Erbbaurechten
  • die Bestellung eines das Grundstück belastenden Rechts, wie z.B. Grundpfandrechte und Dienstbarkeiten
  • schuldrechtliche Verträge, durch die eine Verpflichtung zu einem der vorgenannten Rechtsgeschäfte begründet wird
  • die Begründung, Änderung oder Aufhebung einer Baulast
  • die Teilung eines Grundstücks.

 

Für folgende Vorgänge ist dagegen vor Maßnahmebeginn eine Genehmigung erforderlich:

 

  • Errichtung, Änderung, Nutzungsänderung oder Beseitigung baulicher Anlagen
  • erhebliche oder wesentlich wertsteigernde Veränderungen von Grundstücken und baulichen Anlagen, deren Veränderungen bauaufsichtlich nicht genehmigungs-, zustimmungs- oder anzeigepflichtig sind
  • schuldrechtliche Vereinbarungen über den Gebrauch oder die Nutzung auf bestimmte Zeit über mehr als ein Jahr (Mietverträge, Nutzungsverträge, Pachtverträge).

 

Die Genehmigung darf nur abgelehnt werden, wenn eine Mutmaßung besteht, dass das Vorhaben, der Rechtsvorgang einschließlich der Teilung eines Grundstücks oder die damit erkennbar bezweckte Nutzung die Durchführung der Sanierung unmöglich machen oder wesentlich erschweren oder den Zielen und Zwecken der Sanierung zuwiderlaufen würde.

 

Ist für das Vorhaben eine baurechtliche Genehmigung oder an ihrer Stelle eine baurechtliche Zustimmung erforderlich, beteiligt das Bauordnungsamt das Stadtplanungsamt im Rahmen der Herstellung des gemeindlichen Einvernehmens. Die Baugenehmigung bzw. die baurechtliche Zustimmung des Bauordnungsamtes umfasst dann gleichzeitig die Entscheidung über die sanierungsrechtliche Genehmigung nach § 145 BauGB.

 

In allen anderen Fällen ist die sanierungsrechtliche Genehmigung beim Stadtplanungsamt zu beantragen. Mit dem Antragsformular sind die darin genannten Unterlagen einzureichen.

 

Pläne zur Aufwertung der Stadtteile gibt es auch schon, denn im Rahmen des Förderprogrammes Aktive Stadtteil- und Ortszentren (ASO) sollen in den nächsten Jahren einige Problemfälle lösbar werden.

 

Sanierungsgebiet Sudenburg Nord

Das Sanierungsgebiet umfasst eine Fläche von ca. 38 ha. In Sudenburg sind derzeit mehrere Immobilien entlang folgender Straße gelistet die in Sudenburg Nord reinfallen, dazu gehören Grundstücke entlang der Helmstedter Straße, anteilig die östlich angrenzenden Grundstücke der Wolfenbütteler Straße, die Grundstücke zwischen Langem Weg und Fichtestraße sowie die dort angrenzenden Teile der Lutherstraße und mehrheitlich die beidseitig angrenzenden Grundstücke entlang der Braunschweiger Straße, Rottersdorfer Straße, Hesekielstraße, Bergstraße, Amsdorfstraße,  Schöninger Straße und St.-Michael-Straße.

 

Von Osten nach Westen geht der Stadtteil von großstädtischer Bebauung über Eigenheimsiedlungen in den landwirtschaftlichen Raum der Magdeburger Börde über. Entlang der Bahnlinie sind Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Die von Nordosten nach Südwesten verlaufende Halberstädter Straße bildet das geschäftliche Zentrum des Stadtteils.

 

 

Diese Untersuchung bestätigte die zuvor aufgestellte These, dass ein qualifizierter städtebaulicher Handlungsbedarf vorrangig hinsichtlich der baulichen Beschaffenheit der Gebäude besteht. Im Rahmen einer Leerstandserfassung wurde eine Leerstandsquote von 19,2% (Herbst 2015) ermittelt. Dieser Leerstand zum Untersuchungszeitpunkt von 613 Wohneinheiten hat sich hauptsächlich aus der Zahl der unsanierten Gebäude ergeben, welche teilweise über Jahre hinweg nicht gesichert wurden und deren Verfall in dieser Zeit fortschreiten konnte.

Das Sanierungsziel liegt hierbei bei der Behebung der Bausubstanz und somit ermittelten baulichen Missstände. Vorrangig wird die Objektsanierung und somit die Beseitigung der Mängel angestrebt, die die eigentliche Nutzung des Gebäudes oder das Straßen- und Ortsbild behindern oder negativ beeinflussen.

Grundriss-Plan eine Gebäudes

Sanierungsgebiet Buckau

 

Buckau liegt unmittelbar an der Elbe gegenüber dem südlichen Teil des Landschaftsparks Rotehorn. Im Norden schließt sich an der Erich-Weinert-Straße und der Schönebecker Straße Richtung Harnackstraße bzw. der Steubenallee der Stadtteil Altstadt an, während im Süden die Grenze zu Fermersleben der Schanzenweg und dessen Verlängerung zum Elbufer bildet.

 

Buckau ist zugleich Ausgangspunkt der so genannten Perlenkette der Stadtteile, zu der nach Süden hin Fermersleben, Salbke und Westerhüsen gezählt werden. Der Stadtteil ist abgesehen vom nördlichen und südlich Bereich sehr dicht besiedelt und kann noch mehrere erhaltene Straßenzüge im Gründerzeitstil aufweisen. Buckau besitzt einen eigenen Bahnhof und ist durch den öffentlichen Nahverkehr gut erschlossen. Von Buckau aus gibt es eine Fährverbindung zum Rotehornpark.

 

 

Als Hauptbereich des Sanierungsgebietes Buckau ist das Territorium zwischen Elbe und Eisenbahntrasse Magdeburg-Halle zu betrachten. Ausgeklammert sind beispielsweise die zum Stadtteil zugehörigen Gebiete um den Jahnring, die Buckauer "Insel" und Teile der Porsestraße. Das Fördergebietes umfasst eine Fläche von ca. 84 ha.

 

Das oberste Ziel der Sanierung lautete zu Beginn der Sanierung Verbesserung der Wohnsituation durch Objektsanierung und Ojektmodernisierung. Dabei sollte auch auf die bauliche Seite für Rentner und Menschen mit Behinderungen einen Platz finden. Für Jugendliche sollen Einrichtungen und Freizeitaktivitäten geschaffen werden und existente Baulücken sollten geschlossen und freiliegende Flächen den jeweiligen Begebenheiten entsprechend sinnvoll genutzt werden. Dabei soll das charakteristische Stadtteilbild erhalten bleiben.

 

Um sich den negativen Folgen entgegenzustellen, die sich aus den sozialen und wirtschaftlichen Problem ergeben, wurde von der Landeshauptstadt Magdeburg im Dezember 2001 ein „Stadtumbaukonzept“ vorgelegt, in dem es u. a. heißt: „Der Südosten Magdeburgs mit den Stadtteilen Buckau, Fermersleben, Salbke und Westerhüsen stellt ein Problemgebiet dar, da er weitestgehend durch Bevölkerungsverluste gekennzeichnet ist.

 

Karte vom Sanierungsgebiet Buckau